Fahrradstadt nicht in Sicht

Befund der Stadt aus den Ergebnissen der Umfrage zu den Themen Umwelt und Verkehr 2021: „Auch die generelle Fahrradfreundlichkeit in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock schätzten die Einwohnerinnen und Einwohner negativer ein: 2016 bewerteten noch 64% die Fahrradfreundlichkeit mit „sehr gut“ bis „gut“. 2021 sind die positiven Bewertungen um über zehn Prozentpunkte auf rund 53 % zurückgegangen.“

Wir finden das dies ein katastrophales Ergebnis ist, ein Hilferuf der Bürger. Es zeigt, dass die aktuelle Radverkehrspolitik in Rostock nicht die selbst gesteckten Ziele erreichen wird: Mehr als zwei Drittel der Befragten fühlen sich auf dem Fahrrad unsicher. Dieser Wert ist erschreckend und zugleich eine realistische Einschätzung der Situation in Rostock.

Sicherheit schaffen nur angemessen breite und baulich vom Autoverkehr getrennte Radwege sowie fahrradfreundlich gestaltete Wohnviertel. Die fehlen in Rostock und daran wird sich in Zukunft auch nichts ändern, wenn nicht massiv gegensteuert wird. Die Umsetzung der Ziele unseres Bürgerbegehrens wären eine gute Grundlage.

In den Stadtteilen, in denen Radfahrer im Mischverkehr mit Autofahrern auf Kopfsteinpflaster geführt werden, so zum Beispiel in der KTV und im Hansaviertel, ist das Unsicherheitsgefühl am größten. Auch die Bewohner Brinckmansdorfs schätzen die Situation bezüglich Sicherheit und Ausbau des Radwegenetzes besonders schlecht ein. Hier fehlt es an einer sicheren und komfortablen Verbindung in die Stadt über den Mühlendamm.

Wir fordern die Stadt erneut auf, kurzfristig einen Radweg auf einem der drei bisherigen PKW-Fahrstreifen einzurichten. Wenn Claus Ruhe Madsen jetzt nicht konsequent handelt und Autoverkehrsflächen in Radwege umwandelt, ist sein großes Ziel der Fahrradstadt Rostock gescheitert.

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