Radentscheid Rostock

Entspannt und sicher Radfahren für alle.



Über uns

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Der Radentscheid Rostock hat sich im Sommer 2018 gegründet und kämpft für eine bessere Radinfrastruktur in Rostock. Das übergeordnete Ziel der Initiative ist eine Stadt, in der alle Menschen – auch Kinder und Senior*innen – sicher und entspannt Radfahren können. Die Aktiven haben neun Ziele für eine fahrradfreundliche Stadt formuliert. Deren Umsetzung soll mit einem Bürgerentscheid erreicht werden.

Radfahren ist gesund, schont das Klima, braucht wenig Platz und verursacht weder Lärm noch Abgase. Außerdem lassen sich die meisten Ziele innerhalb Rostocks schneller mit dem Fahrrad erreichen. Fahrradfahren macht einfach Spaß, wenn die Radwege breit genug, hindernisfrei und sicher sind. Deshalb fordert der Radentscheid die Politik dazu auf, kinder- und seniorengerechte Radinfrastruktur zu schaffen.

Wir sind eine offene Gruppe von interessierten Aktiven, die sich überparteilich und unabhängig für besseren Radverkehr einsetzen. Wir möchten dazu beitragen, dass Rostock auf eine nachhaltige und zukunftsweisende Mobilität setzt und sich die Lebensqualität der Bürger*innen weiter verbessert. Unser Ziel ist es, dass Radfahrende zügiger ans Ziel kommen, dabei komfortabler und sicherer unterwegs sind und sich gleichzeitig gesünder fortbewegen. Wir setzen uns ein für mehr Sicherheit auf dem Fahrrad und weniger Unfälle, für ein freundliches Verkehrsklima und ein noch lebenswerteres Rostock!



Ziele

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Ziel #1
10 Kilometer sichere Radwege pro Jahr für alle; auch für Kinder & Senior*innen

Die Stadt Rostock schafft entlang von Straßen in ihrer Baulast mit Geschwindigkeiten über 30 km/h je Kalenderjahr mindestens 10 km Radwege und Radschnellwege neu. Dabei werden zwei Knotenpunkte stets lückenlos miteinander verbunden. Die Radwege sind vom Fuß- und Autoverkehr baulich getrennt zu führen. Die Radwege sind an jeder Straßenseite entsprechend der jeweiligen Fahrtrichtung als Einrichtungsradwege und mindestens 2,40 m breit herzustellen. Die Radwege sind durchgängig mit einem ebenen und dauerhaft gut befahrbarem Belag zu versehen, der sich an allen Stellen in roter Farbe von angrenzenden Flächen visuell absetzt. Die Radwege liegen auf Fahrbahnniveau und werden von der übrigen Fahrbahn durch ein bauliches Element so abgetrennt, dass missbräuchliches Befahren, Halten und Parken von Kfz ausgeschlossen ist.

Ziel #2
Rad- und Gehwege müssen hindernisfrei sein

Die Stadt Rostock trägt dafür Sorge, dass das Parken und Halten auf Fuß- und Radwegen konsequent unterbunden wird. Die Benutzbarkeit der Radinfrastruktur soll konfliktfrei sichergestellt werden.
Fußgängersperr-, Drängel- oder Schutzgitter dürfen nicht mehr verbaut, bestehende müssen abgebaut werden.

Ziel #3
5 sichere Kreuzungen pro Jahr

Die Stadt Rostock gestaltet mindestens 5 Kreuzungen oder Einmündungen pro Jahr um. Dabei werden zu Fuß Gehende und Radfahrende durch bauliche Maßnahmen vor Abbiegeunfällen geschützt.
Die Stadt Rostock baut je Kalenderjahr fünf durch Lichtsignalanlagen (LSA, „Ampeln“) geregelte Kreuzungen um. Der Umbau hat nach dem Konzept der „Protected Intersection“ (geschützte Kreuzung) mit dem Ziel der Erhöhung der Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr zu erfolgen. Um Fuß- und Radverkehr in den frontalen Sichtbereich des Kraftverkehrs zu führen, sind Schutzinseln mit hinreichend engem Radius für Kfz und Haltlinien für den Radverkehr unmittelbar an der zu querenden Fahrbahn anzulegen. Die Knotenpunkte sind mit eigenen LSA für den Radverkehr auszustatten und immer mit einem Zeitvorsprung für die Freigabezeiten des Radverkehrs zu schalten. Fußgängerampeln schalten auch ohne Tastendruck auf grün. Nur für den Radverkehr soll freies Rechtsabbiegen ermöglicht werden. Nach jedem Unfall mit Fußgänger- oder Fahrradbeteiligung, dessen Ursache zumindest teilweise in der Infrastruktur bzw. dem Straßenraum liegen, erfolgt eine Beseitigung der Gefahren.

Ziel #4
Grüne Welle für Umweltverbund auf allen Hauptrouten

Die Stadt Rostock stattet die Fahrrad-Hauptrouten auf ihrer gesamten Länge mit einer grünen Welle für Fahrräder aus. Die Stadt Rostock beschleunigt Bus & Bahn, Fahrrad und zu Fuß Gehende als Verkehrsmittel des Umweltverbundes, indem günstige Ampelschaltungen mit deutlich kürzeren Umlaufzeiten und Rundumgrünampeln umgesetzt werden.

Ziel #5
mehr Radabstellanlagen

Die Stadt Rostock richtet im gesamten Stadtgebiet mindestens 1.000 Radabstellanlagen pro Jahr ein, die nicht zu Lasten des Fußverkehrs errichtet werden und sich in Sichtbeziehung zum nächsten Abstellplatz befinden. Überdachte Abstellanlagen mit Druckluft- und Ladestation sollen an allen ÖPNV-Knotenpunkten gebaut werden.
Die Abstellplätze sollen entsprechend der aktuellen Vorgaben „Hinweise zum Fahrradparken“ der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (FGSV) ausgeführt sein. Radabstellanlagen sollen dort aufgestellt werden, wo sie von Radfahrer*innen auch wirklich genutzt werden. Nicht, um Autos vom Falschparken abzuhalten.

Ziel #6
50 Bordsteinabsenkungen pro Jahr

Die Stadt Rostock senkt auf Radwegen im Bestand pro Jahr mindestens 50 Bordsteinkanten auf Nullniveau (Fahrbahnniveau) ab. Sie gestaltet 50 Gehwegkanten barrierefrei um.

Ziel #7
10 km für den Radverkehr attraktives Nebenstraßennetz pro Jahr

Die Stadt Rostock gestaltet pro Jahr 10km Nebenstraßennetz so um, dass es für den Radverkehr attraktiv wird. Dazu gehören die Gestaltung von Nebenstraßen als bevorrechtigte Fahrradstraßen sowie bauliche Verkehrsberuhigungen (z.B. Aufpflasterungen). Ziel dieser Maßnahmen ist es, öffentliche Einrichtungen, Geschäftsbereiche, Wohnviertel und Radschnellwege miteinander zu verbinden. Dies setzt eine einheitliche Planung von aufeinander abgestimmten Routen und Infrastruktur voraus.
Das Nebenstraßennetz soll an regionale Radwege angebunden werden und sich an Fahrradpendelströmen orientieren. Fahrradrouten sollen so beschildert werden, dass sie eine einfache Orientierung ermöglich.
Alle Einbahnstraßen sollen für Radfahrende in beide Richtungen befahrbar sein.

Ziel #8
Förderung von Lastenrädern

Die Stadt Rostock fördert Lastenräder, indem sie elektrische Lastenräder in jedem Stadtteil bereitstellt, die kostenlos ausgeliehen werden können.

Ziel #9
Kampagne zur Sensibilisierung und Akzeptanz des Radverkehr

Die Stadt Rostock führt professionelle, jährlich umgesetzte Kampagnen, zur zur Sensibilisierung und Akzeptanz des Radverkehrs durch. Die erste Kampagne startet innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des Bürgerentscheides. Die Kampagnen thematisieren die Rechte und Pflichten aller Verkehrsteilnehmenden und fördern die gegenseitige Akzeptanz im Straßenverkehr. Im Dialog mit dem Einzelhandel wird insbesondere auf die wirtschaftliche Bedeutung des Radverkehrs hingewiesen. Radfahren wird als kostengünstige, schnelle, sportliche und flexible Alternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV) beworben.



Blog

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  • Poolnudel-Aktion in der Lange Straße Rostock


    Am vergangenen Samstag befuhren wir die Lange Straße mit Poolnudeln, die am Lenker / Gepäckträger befestigt waren. Diese sollten die 1,5 m Mindestsicherheitabstand beim Überholen von Radfahrenden symbolisieren. Dass dies in der Lange Straße nicht möglich ist, ist auf den Bildern gut zu sehen.

    Vielen Dank an alle Beteiligten, die mit uns mitgefahren sind und an A-JA Resort Warnemünde und Hotel NEPTUN für das zur Verfügungstellen der Poolnudeln.

  • Bilder zur Human Protected Bike Lane #1 in der Grubenstraße


    Danke an alle Rostocker*innen die heute mit uns Rostocks ersten geschützten Radweg erschaffen haben. Wir brauchen aber mehr und dauerhaft sichere Radwege – damit wir jeden Tag mit Freude durch die Stadt fahren können. Dafür wollen wir uns mit dir auch in Zukunft einsetzten. Situationen wie in der Grubenstraße können und wollen wir nicht länger hinnehmen. Unterstützte uns in dem du bei unseren Aktionen mitmachst und oder sie mit uns gemeinsam planst.

  • 19.10.2018 / 16:00 Uhr: Human Protected Bike Lane Vol. #1 – Grubenstraße


    „Verkehrssicherheit für alle“ sollte am Anfang jeder Planung stehen.
    In der Grubenstraße gibt es einen schmalen Schutzstreifen (1,5 m inkl. Rinnstein und Farbe) für Radfahrer*innen und eine MIV-Fahrspur von 3,95 m.

    Für uns sieht ein sicherer Radweg anders aus!
    Insbesondere sind sie breiter (ca. 2,5 m) mit zusätzlichen Sicherheitsbereichen und viel wichtiger: Er wird nicht zugeparkt!

    Leider geht durch parkende Pkw in der Grubenstraße vor dem Netto eine dauerhafte Gefährdung für den Radverkehr aus. Dies muss enden – und zwar schnell!

    Unsere Lösung für den Feierabendverkehr am Freitag: Unser mobiler 20 m langer und 2 m breiter Radweg. Sicher werden Radwege aber nur durch klare Trennung zum Pkw-Verkehr.
    Daher bilden wir mit dir eine Menschenkette, um das sichere Vorankommen zu gewährleisten (Human Protected Bike Lane).

    Sei mit dabei und bilde mit uns eine Menschenkette für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

    Teile die Veranstaltung und lade deine Freunde ein, mit dabei zu sein.

    Die Aktion ist als Versammlung angemeldet.



Termine

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Heute findest du uns hier:



Kontakt

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Fuss e.V.    Helge - dein freies Lastenrad

 

 



Impressum

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Radentscheid Rostock
c/o JMMV e.V.
Friedrichstraße 23
18057 Rostock
E-Mail: info@radentscheid-rostock.de

Kooperationspartner:
Changing Cities e.V.
Kulmer Str. 2010783 Berlin
Tel.: +49 30 25 781125
E-Mail: info@changing-cities.org
Vereinsregister: Amtsgericht Charlottenburg
Nr.: VR 34922 B

Vertretungsberechtigte Vorstandsmitglieder: Isabell Eberlein, Yvonne Hagenbach,
Sophie Lattke, Denis Petri, Dirk von Schneidemesser, Michael Schulte
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 5 TMG, § 55 RStV: Dirk von Schneidemesser
(Anschrift wie oben)

Grafik: Florian Bähler

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